Schenkung eines Ausstellungsstücks an den Lehrstuhl durch Rolls-Royce Deutschland

Im Rahmen eines feierlichen Zusammentreffens am 22. November 2017 wurde dem Lehrstuhl für Turbomaschinen und Flugantriebe LTF ein neues Ausstellungsstück überreicht. Hierbei handelt es sich um den Rotor des mehrstufigen Hochdruckverdichters des Triebwerks BR710, das sich bis heute in mehreren Anwendungen und zahlreichen Flugstunden als robustes Produkt bewiesen hat. Herr Prof. Gümmer hatte zu Beginn seiner Industriezeit selbst Auslegungsarbeiten an diesem Verdichter durchgeführt, dessen Herzstück nun zur Erinnerung an diese Zeit und als Dankeschön für die im Unternehmen Rolls-Royce geleisteten Beiträge dem Lehrstuhl übergeben wurde. Stellvertretend für die Firma Rolls-Royce besuchte Herr Dr. Ulrich Wenger, Leiter „Forschung und Innovation“ bei Rolls-Royce Deutschland, die Feierstunde am Lehrstuhl. Neben Herrn Wenger war auch Herr Prof. Kappler gekommen, der das Grußwort des Präsidenten der TUM überbrachte und damals selbst als technischer Direktor die Entwicklung des BR710 geleitet hatte. Die Ansprache von Seiten der Fakultät für Maschinenwesen wurde von Herrn Prof. Rixen gehalten. Beide Ehrengäste unterstrichen mit ihren Worten die Bedeutung des Ausstellungstücks für die TUM und für die dortige Lehre. Der BR710-Rotor wird künftig im Foyer des Lehrstuhls für Turbomaschinen und Flugantriebe den Mitarbeitern und den Studierenden als Anschauungsobjekt für zuverlässige Verdichtertechnologie zur Verfügung stehen.

In den Ansprachen von Herrn Prof. Gümmer, Herrn Dr. Wenger und Herrn Prof. Kappler wurde deutlich, wie eng die Geschichte des Lehrstuhls mit der Entwicklungshistorie der BR700-Triebwerksfamilie verbunden ist. Bereits von Anbeginn des 1990 gegründeten Unternehmens BMW Rolls-Royce war der frühere Ordinarius des LFA (heute LTF) Herr Prof. Kappler führend beteiligt, als es darum ging, in Deutschland eine eigene Triebwerksfamilie zu entwickeln und zu produzieren. Im Unternehmen BMW-Rolls Royce (heute: Rolls-Royce Deutschland) in Dahlewitz bei Berlin legte auch der Nachfolger Prof. Kapplers den Grundstein seiner Karriere. So war Herr Prof. Kau vor seinem Ruf an den Lehrstuhl maßgeblich an der Entwicklung des nun am LTF ausgestellten Verdichtermoduls beteiligt. Sein Nachfolger und aktueller Ordinarius am LTF, Herr Prof. Gümmer, begann seine Industriekarriere direkt nach dem Studium 1991 bei BMW-Rolls-Royce. Im Rahmen seiner Zeit bei Rolls-Royce haben ihn neben Verantwortlichkeiten in der Entwicklung der Verdichter für die V2500-Select und BR725 Turbostrahltriebe sowie für das TP400 Propellertriebwerk auch Aufgabenstellungen am BR710-Triebwerk immer wieder begleitet.

Der Lehrstuhl bedankt sich bei Rolls-Royce Deutschland für das wertvolle Exponat und freut sich außerordentlich, dieses in 2018 im Foyer des Lehrstuhl allen Interessierten zeigen zu können!